Im Bereich Bildung herrscht Länderhoheit. Doch stärker als bisher muss die Stadt in Funktion eines Moderators die Bildungslandschaft gezielt mitgestalten und die Profilentwicklung von Bildungsträgern innerhalb der Stadt vorantreiben und koordinieren. Junge Talente müssen Freiräume erhalten.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen mit und ohne anerkannten Berufsabschluss, aber auch die hohe Schulabbrecherquote stellen die Stadt Halle langfristig vor ökonomische und soziale Herausforderungen. Eine frühzeitige Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen sowie spezielle Fördermaßnahmen könnten dieser Entwicklung entgegenwirken.

Lebenslanges Lernen, dazu gehört auch die berufliche Qualifizierung, ist für die persönliche Entwicklung der Bürgerinnen und Bürger unabdingbar. Frühkindliche Bildung kann dafür den Grundstein legen. Die gleichberechtigte Teilhabe an Bildungsangeboten und längeres gemeinsames Lernen in Gemeinschaftsschulen müssen in unserer Stadt deshalb unabhängig von der sozialen Herkunft möglich sein.

 

Als Oberbürgermeister werde ich:

  • dem Stadtrat in einem „Investitionsprogramm Bildung 2022“ mehr als 170 Mio Euro für die Renovierung/den Neubau von Schulen und Kindertagesstätten vorschlagen; die Finanzierung soll aus Fördermitteln, Eigenmitteln und Stark III Förderdarlehen erfolgen;
  • weitere Hausmeister einstellen, um eine stärkere Identifikation mit der jeweiligen Schule zu erreichen;
  • Schulmodelle unterstützen, die schulmüde Kinder und Jugendliche wieder integrieren und zum Schulabschluss führen;
  • die Schulen auf dem Weg zu mehr Verantwortung über Budget, Personal und Unterricht unterstützen;
  • die Qualifikation von Führungskräften im Bildungsbereich, insbesondere im Bereich frühkindliche und schulische Bildung unterstützen;
  • die vielfältigen und unterschiedlichen Bildungsmaßnahmen in einem Bildungsatlas bündeln.